Neues Frontend-Modul für Cross-Border Payment Initiation verbindet nutzerfreundliche Zahlungs-UX, Fotoüberweisung und KI-gestützte Eingabefeld-Validierung
München, 22. Juli 2026. Gini unterstützt Banken mit einem neuen Produkt für Cross-Border Payment Initiation dabei, internationale Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums deutlich einfacher in der mobilen Banking-App und im Onlinebanking anzustoßen. Die Lösung setzt im Frontend an: Sie führt Nutzer durch die Erfassung sowie Prüfung der Zahlungsdaten und übergibt den strukturierten Zahlungsauftrag an die bestehende Auslandszahlungsverkehr-Infrastruktur der Bank.
Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Gini, Anbieter KI-basierter Lösungen für Banken und Versicherungen, tätigen 13,3 Prozent der Deutschen mehrmals im Jahr Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums.* Gleichzeitig sind internationale Zahlungen für Privatkunden, Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen weiterhin aufwändig. Die Überweisungsmasken umfassen häufig deutlich mehr Felder als bei SEPA-Überweisungen. SWIFT-Codes, Routing Numbers, Empfängeranschriften, Währungen und länderspezifische Bankdaten erhöhen die Komplexität und damit die Fehler- und Abbruchwahrscheinlichkeit.
Internationale Überweisungen sind für Banken ein sensibles Wettbewerbsfeld. Eine aktuelle wissenschaftliche Analyse der Harvard Business School zu Cross-Border-Paymentoptionen belegt, dass die Kosten für Kunden je nach gewähltem Anbieter massiv auseinanderliegen können. In einem Beispiel lagen die Gesamtkosten eines deutschen Kreditinstituts rund zehnmal höher als bei einem spezialisierten digitalen Anbieter.** Für Banken entsteht damit nicht nur ein Effizienzthema, sondern auch ein strategisches Risiko für den Umsatz: Die Kundenschnittstelle im internationalen Zahlungsverkehr wandert zunehmend zu externen Anbietern.
Fotoüberweisung für internationale Zahlungsaufträge
Das neue Produkt von Gini unterstützt Banken bei der nutzerfreundlichen Initiierung internationaler Zahlungsaufträge außerhalb des SEPA-Raums. Banken können damit die bestehende Auslandszahlungsverkehr-Strecke im Backend um eine deutlich einfachere digitale Nutzerführung in App und Web ergänzen.
Ein zentraler Bestandteil ist die Cross-Border-Fotoüberweisung. Bankkunden können internationale Rechnungen, PDFs, digitale Dokumente oder Screenshots, etwa aus Messengern, hochladen oder fotografieren. Die KI-Lösung von Gini extrahiert daraus die relevanten Zahlungsinformationen und überträgt sie automatisch in die internationale Überweisungsmaske. Anschließend prüft der Nutzer die vorausgefüllten Angaben und gibt den Zahlungsauftrag frei.
Im Hintergrund verarbeitet Gini die notwendigen Informationen über eine auf internationale Zahlungsdokumente trainierte Extraktionspipeline. Dazu zählen unter anderem SWIFT-Codes, Routing Numbers, Empfängerdaten, Adressen, Währungen und weitere länderspezifische Bankdaten.
KI-gestützte Validierung reduziert Fehler vor der Übergabe
Zusätzlich unterstützt Gini Banken mit KI-gestützter Input Field Validation. Während der Eingabe kann dem Nutzer feldbezogen signalisiert werden, ob bestimmte Angaben länderspezifisch plausibel sind. Das hilft insbesondere bei internationalen Zahlungen, bei denen Nutzer selten Routine haben und Fehler häufig erst spät im Prozess auffallen.
Für Banken bedeutet das: Zahlungsaufträge erreichen die nachgelagerte Verarbeitung strukturierter, vollständiger und mit höherer Datenqualität. Dadurch können Rückfragen, Abbrüche, manuelle Nachbearbeitung und Supportaufwand reduziert werden. Gleichzeitig verbessert sich die Nutzererfahrung, weil Kunden nicht mit komplexen internationalen Zahlungsformularen allein gelassen werden.
Bessere Nutzerführung für bestehende und neue digitale Angebote im Auslandszahlungsverkehr
Das Produkt für Cross-Border Payment Initiation richtet sich sowohl an Banken, die die Initiierung internationaler Zahlungen in der App oder im Onlinebanking neu nutzerfreundlich aufsetzen möchten, als auch an Institute, die bereits Auslandszahlungen digital anbieten und ihre bestehende UX vereinfachen möchten. Für Banken mit bestehender Gini-Fotoüberweisung kann die Cross-Border-Fotoüberweisung als Erweiterung integriert werden.
Typische Anwendungsfälle sind internationale Rechnungen von Freelancern, Dienstleistern, Entwicklern, Designern oder Beratern aus Drittstaaten, aber auch Speditions- und Frachtrechnungen internationaler Logistikunternehmen sowie Reise-, Event- oder Konferenzkosten, sofern diese per Rechnung bezahlt werden. Auch Zahlungen an Privatpersonen außerhalb des SEPA-Raums können über eine nutzerfreundliche Initiierungsstrecke, zum Beispiel das einfache Hochladen eines Messenger-Screenshots mit enthaltenen Kontodaten, unterstützt werden, sofern die Bank diese Zahlungsarten über ihre bestehende AZV-Infrastruktur abbildet.
„Banken müssen die Kundenschnittstelle im Auslandszahlungsverkehr nicht externen FinTechs überlassen. Viele Institute haben die technische Zahlungsstrecke bereits im Hintergrund, aber die Initiierung in App und Web ist für Nutzer noch zu kompliziert oder gar nicht vorhanden“, so Alexander Jäger, CEO der Gini GmbH. „Gini liefert die nutzerfreundliche Frontend-UX für internationale Zahlungsaufträge, inklusive Fotoüberweisung, KI-gestützter Plausibilisierung und strukturierter Übergabe an das Backend. So können Banken sehr schnell zu führenden digitalen Nutzererlebnissen aufschließen und Kunden bei sich halten.”
* Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 03. und 05.09.2025 insgesamt 2009 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
** Quelle laut bereitgestelltem Material: Du, Huang & Scharfstein: „Competing Rails for Cross-Border Payments: Banks, Fintechs, and Stablecoins“, Harvard Business School, 15. Februar 2026. Datenpunkt: EUR-USD-Korridor, Überweisung ca. 10.000 Euro, Darstellung in Basispunkten.
