München, 13. November 2025. Das Smartphone ist für viele längst die nächste Bankfiliale: Konto checken, überweisen, informieren – alles aus der Hosentasche. Gleichzeitig bleiben die Deutschen ihrer Bank treu. Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage* im Auftrag von Gini, Anbieter KI-basierter Lösungen für Banken, Versicherungen und E-Commerce, halten zwei Drittel (66,9 Prozent) einen Kontowechsel in den nächsten zwölf Monaten für unwahrscheinlich.

Hybrides Banking: Digital dominiert, Bankfiliale bleibt relevant

Das Smartphone hat sich zum wichtigsten Zugang zum Bankkonto entwickelt. Mehr als die Hälfte der Deutschen (54,1 Prozent) bevorzugt die einfache und schnelle Handhabung einer mobilen App, während 43,4 Prozent hauptsächlich den Laptop oder PC nutzen. Die Bankfiliale gilt als primäre Anlaufstelle für jeden Achten (12,5 Prozent). Telefonisches Banking nutzen dagegen nur drei Prozent als Hauptkanal.

Die meistgenutzten Banking-Kanäle (generelle Nutzung, Haupt- und Zweitkanal) im Überblick:

  1. Online-Banking: Drei von vier Kunden (75,4 Prozent) steuern ihre Finanzen mindestens gelegentlich am PC oder Laptop.
  2. Mobile Banking: 71,9 Prozent greifen zum Smartphone für ihre Bankgeschäfte, ein deutlicher Anstieg gegenüber 60,2 Prozent im März 2023.
  3. Bankfiliale: Trotz des digitalen Booms bleibt die Bankfiliale ein fester Bestandteil: Über die Hälfte der Befragten (54,9 Prozent) sucht weiterhin persönliche Beratung oder Services vor Ort.
  4. Telefonisches Banking spielt nur eine untergeordnete Rolle und wird von 18,1 Prozent genutzt.

Auch ältere Generationen nutzen immer mehr Mobile Banking

Mobile Banking ist längst kein Thema nur für Digital Natives mehr. Während 89,2 Prozent der Gen Z, 88,4 Prozent der Millennials und 72,5 Prozent der Gen X die App für Bankgeschäfte nutzen, greifen auch ältere Generationen zunehmend zum Smartphone: 54,6 Prozent der Babyboomer nutzen Mobile Banking mindestens als Zweitkanal.

Vertrauen und Zufriedenheit auf hohem Niveau

Beim Thema Sicherheit bleibt der Desktop-Browser klarer Favorit: 61,3 Prozent empfinden das klassische Online-Banking am Laptop oder PC als sicher oder sehr sicher. Mobile Banking folgt knapp dahinter mit 54,7 Prozent, wobei insbesondere Kunden ab 55 Jahren skeptischer sind: 42,2 Prozent vertrauen Mobile Banking, 29 Prozent halten es für unsicher oder sehr unsicher.

Die Zufriedenheit mit Banking-Apps bleibt insgesamt hoch: 2025 liegt sie bei 90,7 Prozent, nach 93,3 Prozent im Vorjahr. Dabei hat sich die Bewertung leicht von „sehr zufrieden” zu „zufrieden” verschoben – ein Trend, der auf gestiegene Erwartungen an Nutzererlebnis und Design zurückgeführt werden kann. Damit festigt sich Mobile Banking als alltäglicher Standard, auch wenn die Ansprüche an Bedienung und Sicherheit weiter steigen.

„Digitale Lösungen sind dann erfolgreich, wenn sie den Alltag der Menschen erleichtern und Bankprozesse intuitiv zugänglich machen. Mobile und Online-Banking bieten die Möglichkeit, das Nutzererlebnis zu verbessern und Vertrauen zu stärken – vorausgesetzt, die Angebote sind einfach und barrierefrei gestaltet, damit alle Altersgruppen davon profitieren”, so Alexander Jäger, CEO der Gini GmbH.